21st May 2010: Grounded Theory [04] @ Arenaclub Berlin

 
 

Line-up:
Horizontal Ground (19.26.1.18.5) (Frozen Border)
Claro Intelecto live (Modern Love)
Milton Bradley (Do Not Resist The Beat!)
Don Williams (Mojuba, A.r.t.less, Wandering)

Location:
Arena Club, Berlin (Germany)

Entrance fee:
10 Euros

Info (german only):
Zu den Veröffentlichungen der Labels Horizontal Ground und Frozen Border gibt es mehr Fragen als Antworten. Die konsequent anonymen und gestempelten Vinyls stammen allesamt aus dem Dunstkreis eines dezentralen Techno-Kollektivs, das die Musik für sich sprechen lässt. Reduzierte Bleep-Sounds vereint mit der rohen Struktur technoider, aber auch gebrochener Drum-Patterns sind das Erkennungsmerkmal. Zur vierten Grounded Theory präsentiert sich das Kollektiv zum ersten Mal der Techno-Öffentlichkeit mit einem Mix aus bisher unveröffentlichten Tracks und einem DJ-Set des Künstlers 19.26.1.18.5, der sich verantwortlich für die Katalognummer 2 und 4 auf Horizontal Ground zeichnet.

Mit einem klassischen Live-Set des Engländers Mark Stewart, besser bekannt als Claro Intelecto begibt man sich auf die emotionale Seite perkussiver, Dancefloor orientierter Musik. Seine Release “When The Time is Right / Round & Round” EP auf Modern Love, die er nach über sechs Monaten Abstinenz November 2008 veröffentlichte, bekam weltweit bemerkenswerte und durchweg positive Reviews.

Nach seinem ersten Auftritt mit Convextion und Oliver Ho bei Grounded Theory 02 spielt dieses Mal passend zu seinem Geburtstag erneut der Berlin Detroit-Techno Idealist und Labelbetreiber Don Williams eines seiner „Vinyl Only“ DJ-Sets. Mit den Labels Mojuba, A.R.T.Less und Wandering setzt er ein Zeichen für klassischen Detroit-Sound sowie souligen und deepen Techno.

Komplettiert wird die musikalische Riege durch den ebenfalls aus Berlin stammenden Milton Bradley, der seit Anfang 2009 mit seinem Label Do Not Resist The Beat! für Aufsehen sorgt. Mit Remixen für den Briten Perc und die Kölnerin Cio D’or sowie einer eigenen Release auf Prologue beginnt er abseits des eigenen Imprints seiner düstere Vision von Techno Ausdruck zu verleihen.

More …
RA News: Horizontal Ground arrives in Germany

12th May: Spex Live @ Berghain with Marcel Dettmann, Efdemin and many more

on the 12th May SPEX.Live will take place at Berlin’s Berghain with a great line-up including Mute Records founder Daniel Miller.




(click on image for more details)

Spex präsentiert Spex Live
@ Berghain, Panoramabar & Lab.Oratory

Berghain:
20:00-21:00 Max Dax
21:00-21:30 Villagers Norman Palm (Live)
21:45-22:30 High Places (Live)
22:45-23:45 Robyn (Live)
00:00-01:00 Elektro Guzzi (Live)
01.00-03.00 Efdemin
03:00-05:00 Darkstar
05:00-End Marcel Dettmann

Panoramabar:
24:00-02:00 Will Bankhead & Jon Knight
02:00-05:00 Aeroplane
05:00-08:00 Trevor Jackson
08:00-End Paddy O’Neill

Lab.Oratory:
24:00-02:00 Jan Kedves
02:00-04:30 nd_Baumecker & Annie
04:30-06:00 Daniel Miller Andreas Reihse (Kreidler)
06:00-End nd_Baumecker

SPEX.Live
Berghain



out now: Marcel Dettmann – Dettmann [Ostgut Ton]

 

Artist:
Marcel Dettmann

 

Title:
Dettmann

 

Label:
Ostgut Ton

 

Cat#:
OSTGUTCD12 | OSTGUTLP05

 

Release Date:
26. April 2010

 

Format:
CD, 3xLP & digital

 

Tracklist:
01)
Quasi (Intro)

02)
Argon

03)
Screen

04)
Motive

05)
Drawing

06)
Reticle

07)
Irritant

08)
Captivate

09)
Silex

10)
Home

11)
Viscous

12)
Taris (Outro)

 

Info (English):
The name says it all. Dettmann is the debut long player of Berghain’s resident DJ, producer and remixer Marcel Dettmann – and what an album it is. Intrinsically tied to the myth that is Berghain by now, the attached label Ostgut Ton and at the same time with the regeneration of no-frill, cleansed and powerful electronic music, Marcel Dettmann managed a daring feat: the production of a truly absorbing and veritable techno album.

Framed by “Quasi” and “Taris” as intro respectively outro, Spread out over ten tracks, Dettmann transports the raw energy, the rough aesthetics and the simple grace of techno. A Berliner-by-choice, the difficult format doesn’t bog him down. Neither does he give in to exhausting finger exercises that try to supersede his learned trade, nor does he confront the listener with hasty or brutal tracks that would rather feel at home pressed on a 12-Inch in a DJ-case. Tracks like „Reticle“, „Drawing“, „Captivate“ or „Silex“ seem like the convergence of his striking efforts and discography up until now. On the one hand you have his straight up and independent outfit MDR, on the other hand there is his remix work (e.g. recent interpretations of Mikkel Metal, Fever Ray or Junior Boys) and last but not least it has to be in tune with his passion as a disc jockey.

You get contemplative moments with almost weightless layers of sound that get used like melodies or chords, rotating with condensed, intensified and sappy snatches. Rigour and austere beauty go hand in hand. Surprisingly enough, with a genre that aware of its own history, Dettmann never falls prey to the dangerous and seductive nature of nostalgia. The very special and beloved yearning for a good old time that is often at the side of producers who try not to grandstand. However, Dettmann sounds as fresh and self-contained as techno nowadays can be. And more so, it once and for all establishes its eponym as a genre mainstay.

And what about the man himself? What does Marcel Dettmann care for with an album? “I like music with a depth that I can feel. There is no formula for that. It could be a concept album or one that makes use of various styles.” However described or classified, his own is a successful meditation about the art form we call techno.

 

Info (German):
Nomen est omen. Dettmann ist das Debütalbum des gleichnamigen Berghain-Resident-DJs, Produzenten und Labelbetreibers – und was für eines.

Fest verbunden mit dem Mythos Berghain, der zugehörigen Labeladresse Ostgut Ton und der damit einhergehenden Regeneration schnörkelloser, entschlackter und kraftvoller elektronischer Musik, gelingt Marcel Dettmann mit seinem Erstling ein äußerst seltenes Kunststück: die Fertigung eines wahrhaftigen und fesselnden Technoalbums.

„Eingerahmt von „Quasi“ und „Taris“, transportiert Dettmann auf zehn Stücken erfrischend unverkrampft die rohe Energie und kühle Ästhetik von Techno. Der Berliner Produzent verzettelt sich in diesem bockigen Format weder in anstrengenden Fingerübungen, die über sein angestammtes Handwerk hinausweisen wollen, noch übergibt er dem Zuhörer ungestüme oder leichtfertige Tracks, die sich ausschließlich auf 12-Zoll und in DJ-Taschen heimisch fühlen würden. Stücke wie „Reticle“, „Drawing“, „Captivate“ oder „Silex“ wirken wie eine Konzentration seines bisherigen Schaffens und seiner beachtlichen Veröffentlichungsgeschichte. Da gibt es einerseits die eigene unabhängige und kompromisslosen Plattform MDR, andererseits seine Arbeit als Remixer (jüngst unter anderem für Mikkel Metal, Fever Ray oder die Junior Boys) und nicht zuletzt den Dialog mit seiner Funktion als Discjockey.

Kontemplative Momente, in denen scheinbar schwebende Soundschichten wie Melodien und Akkorden eingesetzt werden, wechseln sich ab mit verdichteten, komprimierten und markigen Augenblicken – ruppige Strenge folgt auf herbe Schönheit. Dabei fällt Dettmann erstaunlicherweise nie der gefährlichen und verführerischen Nostalgie anheim. Jener Sehnsucht nach alten Zeiten, die sich in den letzten Jahren oft als lähmende Geliebte an die Seite von Produzenten schlich, die sich nicht der Effekthascherei bedienen wollten. Dettmann hingegen klingt auf ganzer Länge so frisch und in sich geschlossen, wie Techno in diesen Tagen nur klingen kann und etabliert seinen Namensgeber endgültig als nicht mehr wegzudenkende und obligatorische Größe.

Und Dettmann selbst? Auf die Frage, was ihn persönlich an einem Album interessiert: „Ich mag Musik die Tiefe hat, bei der ich etwas empfinde. Dafür gibt es keine Formel. Das kann ein Konzept Album sein oder eines, das sich an verschiedenen Stilen bedient.“ Wie auch immer man nun sein eigenes klassifizieren mag, Marcel Dettmanns Meditation über den Zustand der Kunstform ist jedenfalls durch und durch gelungen.

 

Listen:

 

Buy:
Hardwax (vinyl)
Juno.co.uk (vinyl)
Juno.co.uk (CD)
Deejay.de (vinyl)
DJshop.de (vinyl)
Amazon GER (CD)
Amazon UK (CD)
Amazon US (CD)
zero-inch (digital)
Beatport (digital)
JunoDownload (digital)

 

Websites:
Marcel Dettmann
Ostgut Ton